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23.10.2007 Brillenschlange

Hab heute meine Brille abgeholt und find sie furchtbar, da gibt es absolut nichts zu beschönigen. Das Weitgucken funktioniert prima, als Lesebrille hatte ich mir mehr von ihr versprochen, aber es ist genau so, wie der deutsche Augenarzt es ausgemessen hat. So gesehen also alles richtig gemacht. Das Problem ist die Form der Brillengläser. Irgendwie sehe ich damit aus wie ne alte Oma. Muss also noch irgendwie geändert werden. Da verwendet man unendlich viel Zeit und Mühen darauf, dass sich die Falten in Grenzen halten und dann setzt man so eine Brille auf. Geht nicht. Werde wohl mit dem Optiker noch mal in Verhandlungen treten müssen, und versuchen etwas zu retten.

Während ich auf die Brille gewartet habe, habe ich mich noch ein wenig in der Nähe des Bahnhofs umgesehen. Und auch hier gibt es sie noch, die guten alten Garküchen, in denen die Sachen aus- bzw. aufgestellt werden, die vorhanden sind und aus denen man sich dann eine Mahlzeit zubereiten lassen kann. Allerdings war ich doch recht froh, dass ich nicht hungrig war, denn obwohl ich nicht sonderlich empfindlich bin, hätte ich dort wohl eher nicht gegessen.. Interessant war auch der eine oder andere Laden. In einem konnte man nur Kühlschränke kaufen und jeder sah irgendwie anders und älter aus, obwohl es keine Second-Hand-Sachen waren. Aufgestellt in einem vielleicht 2,20m breiten und 4-5m langen Schlauch. Wobei aufgestapelt wohl eher passt. Der “laoban”, also der Boss, saß vor der nicht vorhandenen Tür im Freien auf einem Holzstuhl und kaute mit seinen nicht vorhandenen Zähnen auf irgendetwas herum. Seltsamer Anblick.

So, nun zu ein paar Kleinigkeiten. Viele sind mir heute nicht mehr aufgefallen, aber ein paar sind es wert, erwähnt zu werden. Da wäre z.B. der alte Mann im Park, durch den ich jeden Morgen zum Bus laufe. Er nimmt es mit dem Sport im Alter sehr ernst. Egal, ob ich um fünf vor neuen oder viertel nach neun oder auch in der Zwischenzeit vorbeikomme, immer liegt eine seiner Hacken auf einer kniehohen Mauer und er guckt gelangweilt in der Gegend herum. Noch nie hab ich gesehen, dass er das Bein wechselt, bin mir aber auch nicht sicher, ob es immer das gleiche Bein ist. Die einzige Veränderung heute war, dass er währenddessen seine Fingernägel mit einem Knipser geschnitten hat. Wer weiß, wäre ich etwas später gekommen, wären vielleicht die Fußnägel dran gewesen …

Und dann gibt es noch eine ganz besondere Eigenart der Shanghaier. Lina hat mir eindrücklich erklärt, dass das ganz bestimmt nicht im ganzen China, sondern nur hier in Shanghai so ist. Es scheint völlig normal zu sein, im Schlafanzug über die Straße zu gehen, seine Einkäufe zu machen oder einfach nur herumzuschlendern. Lina musste selbst total lachen, als sie mir davon erzählte, weil sie selbst es auch mit großen Augen festgestellt hat, als sie mit ihrem Mann aus Japan hierher zog. Sie wusste auch davon zu berichten, dass manche mit ihren Stöckelschuhen und Schlafanzug spazieren gehen oder einige über den Schlafanzug ihre Arbeitskleidung ziehen und dann in Pantoffeln arbeiten. Wem es gefällt ….


25.10.07 06:50
 


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